Also, dass es so viele Möglichkeiten gibt den an sich recht übersichtlichen Tourverlauf von #8aloa zu planen, hat mich dann doch überrascht. Am Ende waren es – Zufall? – genau acht unterschiedliche Versionen.

Es scheint egal wo man losfährt, wenn man doch eh plant genau dort wieder anzukommen. Es scheint. Denn insbesondere die Achterform hat es in sich.

Gleich von der Hochfeldern Alm aus entspannt per Bike ins Tal Richtung Leutsch starten? Dafür am Ende dann aber – nach bald 24 Stunden – die finalen 400 Höhenmeter vom Ehrwalder Tal noch hoch und zurück zur Alm in Kauf nehmen? Oder doch von Garmisch aus ins Reintal? Wo dann aber bei der Hochfeldern Alm abbiegen – rechts Richtung Ehrwald? Links ins Gaistal?

8 Möglichkeiten: So möchte ich das Vorhaben angehen. Diese Lösung entspricht der Variante 1 aus dem Slider (s. unten).

Fragen über Fragen. Höhenmeter über Höhenmeter, Stunden über Stunden. Irgendwann war mir ganz schwindlig von den vielen Versionen im Kopf und ich beschloss jede erdenkliche Tourvariante aufzuzeichnen. Also Google angeworfen, Toursplits erstellt, Zeiten geschätzt, Höhenmeter übertragen und los ging es mit der Hin- und Herschieberei. Das Ergebnis – die acht Tourversionen – findet Ihr unten im Slider („Z“ und „H“ stehen in den kleinen Richtungsskizzen für Zugspitze und Hochwanner).

Bald ging es jedoch nicht mehr allein um die mögliche Gesamtzeit, oder die Höhenmetersumme, sondern vor allem um die Sicherheit. Schachen, Knorrhütte Gatterl: Ich wollte unbedingt vermeiden an diesen Stellen – in welcher Richtung auch immer – im Morgengrauen vorbei zu kommen. Geschweige denn in der Dämmerung nach dann zwanzigstündiger Belastung. So fiel beispielsweise der Start von der Hochfeldern Alm flach, da ich dorthin hätte gegen 23:00 Uhr übers Gatterl wieder zurück müssen.

Geworden ist es letztlich die logistisch zwar aufwendige, dafür aber insgesamt sehr logische, schnelle und deshalb sichere Variante 1 (s. Slider): Start frühmorgens von Garmisch per Bike ins Reintal bis zur Bockhütte. Dann zu Fuß rauf zum Gatterl und zur Hochfeldern Alm. Dort – Achtung – aufs zweite (!) Bike, runter nach Leutasch und rüber zum Einstieg Richtung Meiler Hütte. Auf diese dann zu Fuß hinauf, rüber zum Schachen und runter zur Bockhütte.

Hier hätte ich die Möglichkeit die Tour abzubrechen, wenn notwendig: Einfach aufs erste Bike und Abfahrt gen Garmisch – ein Sicherheitspolster.

Die Fortsetzung geht von der Bockhütte weiter und zum zweiten Mal durchs Reintal hoch auf die Knorrhütte. Dann rüber zu Gatterl und Hochfeldern Alm und von dort mit dem – Achtung – dritten (!) Bike bergab zurück nach Garmisch.

Klar, wird es am Gatterl sicher dämmern, wenn ich dort abends zum zweiten Mal vorbei komme. Dafür habe ich es aber schon früh morgens in selber Richtung passiert, die Strecke also noch im Kopf. Außerdem kann ich bei dieser Variante den Schachenabstieg im Hellen angehen. Und ich habe beide großen Bikestrecken in der Abfahrtsversion, was unglaublich Zeit spart.

Das mit den drei Bikes klingt exotisch, ich weiß. Aber das macht die Tour schnell und in irgendeinen sauren Apfel musste ich eben beißen. Zum Glück leiht mir Stephan zwei Räder und ist auch sonst wieder mein Fixpunkt: Er wird die komplette Tour von Garmisch aus dem Wohnmobil heraus verfolgen, zwischendurch das zweite Bike aus dem Leutaschtal holen und – wenn ich es nicht mehr brauche – das erste Bike am nachmittag von der Bockhütte. Was täte ich ohne Stephan…

Bis dann!